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100 Teilnehmer zum 100-Jährigen

(NGZ) So leicht kann das miese Wetter den Allrathern keinen Strich durch die Rechnung machen. Die Karnevalisten im Dorf stülpten sich zum Umzug die Regencapes über und machten das Beste draus, in dem sie das Wetter gewissermaßen auf die Schippe nahmen. Eine der Allrather Antworten auf das viele Nass: Klopapier. Wenn das Wetter schon besch…eiden ist, dachte sich die Gruppe „Die flotten Lotten“, kann man im Gegenzug auch mehrlagige Rollen in Umlauf bringen. Das Wurfmaterial war ziemlich außergewöhnlich, vielleicht so außergewöhnlich wie der Zug selbst. Denn der Allrather zählt mit sieben Gruppen und 100 Teilnehmern zu den kleinsten im Rhein-Kreis.

Natürlich gab’s am Rosenmontag nicht nur aufgerolltes Hygienepapier, sondern vor allem jede Menge Süßigkeiten. Schließlich zogen die Narren in erster Linie durchs Dorf, um Kindern eine Freude zu bereiten. Der Karneval hat in Allrath eine lange Tradition, wie Claus Hahn zu berichten weiß. Er ist Vorsitzender des Tambourkorps „In Treue fest“ Allrath, das den Zug organisiert. Die Ursprünge der Festivitäten im Dorf sollen bis ins Jahr 1926 zurückgehen – die Allrather feierten diesmal also ihr Hundertjähriges. Der karnevalistischen Dorfgeschichte waren unter anderem Hans-Willi Teppler und Rolf Esser auf den Grund gegangen. Sie fanden Aufzeichnungen, die auf das Jubiläum schließen lassen.

Als bunte Vögel verkleidet stachen die „Alten Knochen“ jetzt beim Zug in Allrath besonders hervor: Die zwölf Mitglieder der Gruppe hatten sich tüchtig in Schale geworfen und bildeten den Hingucker beim „Zoch“, der für mindestens eine Narrin auch der Auftakt für eine große Geburtstagsparty war. Denn später sollte auch noch im Zelt tüchtig gefeiert werden. Allgemein lieben die Allrather ihren kleinen Umzug, weil er für die Tradition im Dorf steht. „Unser Zug ist nicht kaputt zu kriegen“, sagt Claus Hahn, der sich freut, jedes Jahr nicht nur Stammteilnehmer und deren Familien, sondern auch Freunde aus anderen Dörfern für das närrische Treiben begeistern zu können.

Gleichwohl gibt es auch Karnevalisten, die sich Sorgen um die Zukunft machen. Darauf wies eine Damengruppe um Elke Ehlert hin, die sich den Spruch „Brauchtum is Heimat und Heimat is en Jeföhl“ zum Motto gemacht hatte. „Karnevalisten und Schützen haben Nachwuchssorgen“, sagt Ehlert, die (genau wie ihre Töchter) dem Karnevalsclub Allrath angehört. Die Gemeinschaft kommt in der fünften Jahreszeit auch zu Sitzungen in der Gaststätte „Struppe‘s“ zusammen. Die Frauen hoffen, dass die Tradition gewahrt werden kann. Familie Ehlert und auch die eingangs erwähnten „flotten Lotten“ sind eigentlich gute Beispiele dafür: Dort geben die Mütter die Tradition an ihre Kinder weiter.

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Gemeinsam Leben retten!

Standorte der Defibrillatoren

(siehe Karte)

Bitte wählen Sie zuerst immer den Notruf 112

Erklärvideo

Defibrillator am
FASA (Haupteingang),
Allrather Platz 12

Defibrillator an der
Grillhütte, Bongarder Str.
(Kirmesplatz)

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