...
error: Inhalt ist geschützt !!

Besinnliches zur Weihnachtszeit

14. Dezember – Sterne hoch

Sterne hoch die Kreise schlingem,
aus des Schnees Einsamkeit
steigst`s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit.

(Joseph von Eichendorff)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

6. Dezember – Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar –
sogar für die Gelehrten.
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist , was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab es nicht genommen!!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Das war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Das war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage !
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage !

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
-bei Fränzchen oder Lieschen
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte Euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

(James Krüss )

Besinnliches zur Weihnachtszeit

19. Dezember – Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas

Es begab sich aber zur der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem

 

Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in einer Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

(Evangelium des Lukas 2, 1-20)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

22. Dezember – Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

(Anna Ritter)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

3. Dezember – Das Tagesgeschenk

Stell dir vor, jeden Morgen stellt dir die Bank 86400 Euro auf deinem Konto zur Verfügung. Du kannst den gesamten Betrag an einem Tag ausgeben. Allerdings kannst du nichts sparen, was du nicht ausgegeben hast, verfällt. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die Bank ein neues Konto mit neuen 86400 Euro für den kommenden Tag. Außerdem kann die Bank das Konto jederzeit ohne Vorwarnung schließen. Sie kann sagen:“Das Spiel ist aus“.
Was würdest du tun?
Dieses Spiel ist Realität: Jeder von uns hat so eine magische Bank: DIE ZEIT! Jeden Morgen bekommen wir 86400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren. Aber jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen.
Was also machst du mit deinen täglichen 86400 Sekunden?

(Marc Levy)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

20. Dezember – Der Clown

Der Clown hätt´ im Dezember gerne
zehn Zentner Nuss- und Mandelkerne.

Vermute nicht er sei verfressen,
kein Kernchen will er selber essen!

Mit diesen Nüssen und den Mandeln
will unser Clown zum Waldrand wandeln,

dort will er alle gut verstreuen,
damit die Vögel sich erfreuen.

Die Vögel sollen dann durch Singen
den Menschen Weihnachtsfreude bringen.

Die frohen Menschen sollen denken,
wie sie die Freude weiterschenken,

und zwar an jedem Tag im Jahr.
Das wäre wirklich wunderbar!

(Karlhans Frank)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

17. Dezember – Die Herbergssuche

„Duhuhu… Papa, in der Schule haben wir heute ein Theaterstück für Weihnachten geprobt. Es heißt die Herbergsuche und ich muss den Wirt spielen.“
„Ja da schau her, mein Sohn ein Schauspieler!“
„Wo ist eigentlich die Mama?“
„Ach, die ist oben, wir wollen doch das Zimmer vermieten und da ist vorhin ein junges Pärchen gekommen, um es sich anzusehen.“
„Und, bekommen die das Zimmer?“
„Auf gar keinen Fall!“
„Weshalb denn nicht, Papa?“
„Weil es Asylanten sind!“
„Na und…?“
„Weil…, Asylanten sind…, Asylanten haben eben…, Asylanten können eben nicht…, na ja, ich mag halt einfach keine Asylanten unter meinem Dach haben!
Aber wir wollten mal nicht ganz so unhöflich sein und haben ihnen das Zimmer einfach nur mal gezeigt, damit die mal sehen, wie schön und sauber man hierzulande wohnt!
Aber erzähl lieber von euerem Theaterspiel, was musst denn da sagen?“
„Ich muss ganz laut durch die Tür zu Maria und Josef rufen:
Los, zieht weiter, ihr könnt hier nicht wohnen!“
„Da musst aber schön laut und deutlich sprechen, damit dich die Zuhörer auch alle gut verstehen können!“
„Du, Papa, weshalb haben die Wirtsleute damals Maria und Josef eigentlich nicht aufgenommen?“
„Na ja, wie war das eigentlich damals…? Maria und Josef waren halt ganz einfache Leute…, fremd, kamen aus einem anderen Land…, arm und bisschen abgerissen, haben anders geredet, waren eben anders als die anderen alle!“

Der Junge schaute den Vater mit ganz großen Augen fragend an:

„Waren denn Maria und Josef auch Asylanten?“

…und verzog sich daraufhin schweigend in sein Zimmer.

 (Wolfgang Kreiner)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

9. Dezember – Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

4. Dezember – Der Weihnachtsmann ist weg

Der Weihnachtsmann war heut bei mir,
er haute wütend auf den Tisch,
zeigte den leeren Sack dann mir
und übergab mir einen Wisch,
den er an uns geschrieben hat.
Er meint, nun wär er auch mal dran.
Die Schenkerei hätt‘ er jetzt satt,
Schluss wär’s mit Weihnachtsmann.
Schon lange fehlt ihm die Geduld,
die Wünsche gingen ins Extreme
und daher wär’n wir selber schuld,
dass er den Abschied nehme.
Wir alle hätten nicht kapiert,
dass unsre Schränke viel zu voll,
wünschten noch mehr ganz ungeniert.
„Empörend find ich’s! Jawoll!
Im Jutesack ist jetzt nichts drin,
doch könntet Ihr mit gutem Willen
und Freude am Gemeinschaftssinn,
ihn für die Armen richtig füllen.“
Er ging zur Tür, grinste verschmitzt,
zeigte auf mich und sprach dann heiter:
„Da Du ja schon am Schreibtisch sitzt,
schreib all das auf und schick es weiter.“
In weniger als zehn Sekunden
war er vom Erdboden verschwunden.
Drum mail und fax ich, was ich hörte,
worüber er sich so empörte.
Zu warten hat jetzt keinen Zweck.
Der echte Weihnachtsmann ist weg.

(Ruth-Ursula Westerop)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

23. Dezember – Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

15. Dezember – Besinnliche Weihnachtszeit

Oh du besinnliche Weihnachtszeit,
hältst so viele Freuden für mich bereit.

Freunde kommen und bringen ausgefallene Präsente,
und freuen sich selbst über ihre überreichten Geschenke.

Die Familie kommt zusammen unter dem Tannenbaum,
für die Kleinsten erfüllt sich mit den Geschenken ein Kindheitstraum.

In der Luft liegt der Geruch von Keksen, Zimt und Anis,
und der Glühwein schmeckt am besten, wenn es draußen kalt ist.

Zu Weihnachten wünsche ich mir Frieden und Besinnlichkeit,
mit Freunden und Familie in trauter Gemeinsamkeit.

Auf dem Tisch landen allerlei Köstlichkeiten,
eine Freude ist es, sie für die Familie zuzubereiten.

Egal ob Weihnachtsgans oder Wurst und Kartoffelsalat,
für jeden Geschmack hält die Weihnachtszeit etwas parat.

Und wenn die Tage so vorüberziehen,
da bleibt der Blick auf dem Kalender stehen.

In 360 Tagen ist es dann wieder soweit,
ich freu mich schon auf die besinnliche Weihnachtszeit.

(Paul Piepenbrick)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

8. Dezember – Lichter

Adventszeit, Zeit der vielen Lichter.
Sie glitzern einfach wunderschön,
und leuchten Wärme auf Gesichter
von Menschen, die eilig gehen.

(H.S. Sam)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

2. Dezember – Ein Lächeln

Ein Lächeln kostet nichts, aber es gibt so viel.
Es bereichert die, die es erhalten, ohne diejenigen ärmer zu machen, die es geben.
Niemand ist so reich und mächtig, dass er ohne es auskommt.
Und niemand ist so arm, dass er es sich nicht leisten könnte.
Ein Lächeln erzeugt Fröhlichkeit zu Hause, fördert Wohlwollen im Beruf,
ist ein Erkennungszeichen der Freundschaft.
Es verschafft dem Müden eine Pause, Aufmunterung den Mutlosen, Sonnenschein dem Traurigen
und ist in der Natur bestes Mittel gegen Sorgen.
Es ist nicht zu kaufen, zu leihen oder zu stehlen.
Seinen Wert erhält es dadurch, dass man es verschenkt.
Mancher Mensch ist zu müde, um Dir ein Lächeln zu schenken.
Schenke Du ihm ein Lächeln von Dir;
Denn es hat niemand ein Lächeln so nötig wie der, der kein Lächeln mehr geben kann.

(Autor unbekannt)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

21. Dezember – Knecht Ruprecht

Von drauß vom Walde komm‘ ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;

Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,

Und wie ich so strolcht‘ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!

Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,

Alt‘ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;

Und morgen flieg‘ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!“

Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;

Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;

Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern.“ –

„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;

Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten.“

Christkindlein sprach: „So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauß vom Walde komm‘ ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!

Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find‘!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

(Theodor Storm)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

12. Dezember – Fest der Feste

Zwar ist das Jahr an Festen reich,
Doch ist kein Fest dem Feste gleich,
Worauf wir Kinder Jahr aus Jahr ein
Stets harren in süßer Lust und Pein.

O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
Teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
So kommt der heilige Christ hinein,
Und Alle sind ihm lieb wie die Seinen,
Die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.

Der heilige Christ an Alle denkt,
Ein Jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freu’n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

1. Dezember – 24 lange Tage

Wenn die erste Fröste knistern
in dem Wald bei Bayrisch-Moos,
geht ein Wispern und ein Flüstern
in den Tannenbäumen los-
ein Gekicher und Gesumm ringsherum.
Eine Tanne lernt Gedichte,
eine Lerche hört ihr zu.
Eine dicke, alte Fichte
sagt verdrießlich: Gebt doch Ruh`!
Kerzenlicht und Weihnachtszeit sind noch weit!
Vierundzwanzig lange Tage
wird gekräuselt und gestutzt
und das Wäldchen ohne Frage
wunderschön herausgeputzt.
Wer noch fragt: Wieso? Warum? –
der ist dumm!
Was das Flüstern hier bedeutet,
weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
sich nun vor aufs Weihnachtsfest.
Denn ein Weihnachtsbaum zu sein,
das ist fein!

(James Krüss)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

7. Dezember – Eine runde Sache – oder warum ist der Adventskranz rund?

„Opa, machen wir ein Spiel?“, fragte Lina ihren Opa Andy, als die beiden auf dem Waeg zum Tierpark waren. „Dann ist der Weg nicht so langweilig!“, fügte sie hinzu.
„Also gut, was für ein Spiel machen wir?“, wollte Opa wissen.
„Es heißt: Frage und Antwort. Pass auf, es geht so: Ich sage ein Wort und du erzählst mir deinen ersten Gedanken dazu. Danach sagst du ein Wort und ich sage was dazu. Okay?“
„Gut, fang an!“ Opa schaute auf seine Armbanduhr. „Der Bus muss gleich kommen, wir nehmen die „Fünf“ und fahren ein Stück, den Rest laufen wir dann!“
Das gefiel Lina. Doch zuerst wollte sie spielen. „Hier ist mein erstes Wort, Opa. Es heißt Weihnachten!“
Opa dachte kurz nach, aber wirklich nur ganz kurz, dann sagte er: „Weihnachtsbaum und Sauerbraten!“
Lina kicherte. „Du denkst immer ans Essen, Opa! Jetzt dein Wort!“
„Adventskranz“, sagte Opa und schaute Lina erwartungsvoll an.
„Rund mit vier Kerzen!“, antwortete Lina. „Warum ist ein Adventskranz eigentlich rund?“, wollte sie dann wissen. Opa hatte mit der Frage gerechnet, wie es schien.
„Das Runde ist das Zeichen für Unendlichkeit, es gibt keinen Anfang und kein Ende“, erklärte er.
„Verstehe ich nicht, was hat das mit Weihnachten zu tun?“ Mit großen Augen sah Lina ihren Großvater an.
„Die Liebe Gottes zu den Menschen ist unendlich, das war so und es wird immer so bleiben, das ist Unendlichkeit!“ Lina überlegte einen Augenblick, dann strahlte sie.
„Wie bei meinem Schwimmring!“, posaunte sie hinaus. „Der hat auch keinen Anfang und kein Ende und er trägt mich sicher durch das Wasser!“
Nun strahlte auch Opa Andy. So ein kluges Kind war seine Lina.
„Stimmt genau und so wie dich der Schwimmring trägt, trägt uns auch Gottes Liebe!“
„Immer!“, sagte Lina und schob ihre Hand in die ihres Großvaters.
„Immer!“, sagte Opa und drückte die kleine Hand liebevoll.

(Regina Meier zu Verl)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

18. Dezember – Weihnachten von Hermann Hesse

Ich sehn `mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit.
Ich glaub`, ich hab`s einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
daß alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei`s Sonnenstrahl,
daß Regen, Schnee und jede Wolk,
daß all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön.
Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön
èin`s jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd` still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von Euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb` bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht mehr weit!

Besinnliches zur Weihnachtszeit

5. Dezember – Nur mit dem Herzen

Den wundersamen Weihnachtsstern,
dort am Dezemberhimmel,
den sah ich schon als Kind so gern
im Sternenmeergewimmel.

Er zieht in jeder Weihnachtsnacht
um unsre Mutter Erde
und grüßt mit würdevoller Pracht
die große Menschenherde.

Er ist der Stern am Himmelszelt,
der von dem Feste kündet,
bevor die weihnachtliche Welt
ins neue Jahr dann mündet.

So mancher Mensch erblickt ihn nicht,
wenn er vorüberzieht,
weil man sein wundersames Licht
nur mit dem Herzen sieht.

(Alfons Pillach)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

10. Dezember – Bäume leuchtend

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
überall das Süße spendend,
in dem Glanze sich bewegend,
alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
mancher Gaben Schmuck verehret;
staunend schaun wir auf und nieder,
hin und her und immer wieder.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

24. Dezember – Die heilige Nacht

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht!

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: „Fürcht’t euch nicht!“

„Ich verkünd euch große Freud:
Der Heiland ist geboren heut.“

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

zu singen dem süßen Gast Willkomm,
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.

Bald kommen auch gezogen fern
die heilgen drei König‘ mit ihrem Stern.

Sie knieen vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket: „Gott in der Höh sei Ehr!“

(Eduard Mörike)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

13. Dezember – Lied im Advent

Adventszeit, Zeit der vielen Lichter.
Sie glitzern einfach wunderschön,
und leuchten Wärme auf Gesichter
von Menschen, die eilig gehen.

(H.S. Sam)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

11. Dezember – Weihnachtsabend

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war’s, durch alle Gassen scholl
der Kinderjubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fort gespült,
drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
„Kauft, lieber Herr!“ Ein magres Händchen hielt
feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein
sah ich ein bleiches Kinderangesicht;
wes Alters und Geschlecht es mochte sein,
erkannt’ ich im Vorübertreiben nicht.

Nur vor dem Treppenstein, darauf es saß,
noch immer hört’ ich, mühsam, wie es schien:
„Kauft, lieber Herr!“ den Ruf ohn’ Unterlass;
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? War’s Ungeschick, war es die Scham,
am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh’ meine Hand zu meiner Börse kam,
verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch als ich endlich war mit mir allein,
erfasste mich die Angst im Herzen so,
als säß’ mein eigen Kind auf jenem Stein
und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

(Theodor Storm)

Besinnliches zur Weihnachtszeit

16. Dezember – Die Botschaft von Weihnachten

Die Botschaft von Weihnachten:

Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.

(Martin Luther King)

Gemeinsam Leben retten!

Standorte der Defibrillatoren

(siehe Karte)

Bitte wählen Sie zuerst immer den Notruf 112

Erklärvideo

Defibrillator am
FASA (Haupteingang),
Allrather Platz 12

Defibrillator an der
Grillhütte, Bongarder Str.
(Kirmesplatz)

Seraphinite AcceleratorOptimized by Seraphinite Accelerator
Turns on site high speed to be attractive for people and search engines.