Auch Schützenkönig Calle macht beim Karnevalszug in Allrath mit

(NGZ) Die Allrather wissen, dass sie beileibe nicht den größten und längsten Karnevalszug haben. Auf die Stimmung hat das keine negativen Auswirkungen, im Gegenteil: Das Wetter passte, und die Narren zogen bei allerbester Laune durch den Ort. Die Bollerwagen der Fußgruppen waren voller Kamelle – und auch die Großwagen hatten viele Leckereien geladen. Anschließend wurde im Zelt weitergefeiert.

Es sah von Weitem so aus, als seien massenhaft Tiere aus einem Zoo ausgebrochen. Bei genauerem Hinsehen war zu sehen, dass es sich um Jecken in entsprechenden Kostümen handelte. Und von ganz nah dran konnte man diese „Tiere“ sogar kennen. Hinter der grünen Schildkröte verbarg sich Calle Meurer, der aktuelle Schützenkönig von Barrenstein. Mareike hatte im Panda-Bär-Kostüm keinen Grund, sich über die eher mäßigen Temperaturen zu beklagen – im Gegenteil: „Das ist ganz schön warm hier.“

Eric gehörte mit seinen zwei Jahren zu den jüngsten Zaungästen, die die Zugstraßen säumten. Er war mit seiner Oma Beate aus Garzweiler gekommen. Einer der teilnehmenden Freundeskreise hat sich „Alte Knochen“ genannt. Sie waren am Montag aber noch ziemlich munter und hatten sich als Emojis verkleidet. „Die Flotten Lotten“ kamen als Spielkarten, obwohl es sich um Kegelschwestern handelt. „Wir wissen, dass wir hier in Allrath mit den Großen nicht mithalten können, wir sind klein, aber fein“, sagte Marina, die am Sonntag 50 Jahre alt geworden ist. Sie hatten als Wurfmaterial sogar Modeschmuck in ihren Wagen.

„Ramba Zamba – wir sind keine Engel, können aber trotzdem fliegen“, lautete das Motto einer Gruppe um Marion Paulsen aus Allrath, die sich als Fallschirmspringer verkleidet hatten. Sie sollten im Laufe des Zuges die Bodenhaftung nicht verloren haben. Für die Musik sorgte das Tambourcorps „In Treue fest“ mit 22 Aktiven. Klaus Hahn, der wie immer den Zug organisiert hatte, war zufrieden: „Die Beteiligung ist erfreulich groß, sie nimmt sogar wieder leicht zu.“

Es sollte entgegen der Wettervorhersage trocken bleiben, und selbst wenn es geregnet hätte, wäre man später im Zelt schnell wieder getrocknet. Die traditionelle Freitagsveranstaltung im Planenbau war sehr gut besucht gewesen, fast ausverkauft. „Mit dem Erlös finanzieren wir unseren Rosenmontagszug“, erklärte Hahn. Abgesichert wurde der Umzug von der Polizei und vom Sicherheitsbüro Teichmann, das mit vier Personen vor Ort war, verteilt auf zwei Quads – eines führte den Karnevalszug an, das andere fuhr ganz hinten mit.

Facebook
Twitter
error: Inhalt ist geschützt !!
';