Historisches Allrath

Vikarie und alte Schule

Pfarrer Johannes Grünreis und einige Bürger schufen 1655 und 1665 in Allrath die Grundlage, „Frühmessen und Schull zu halten“ in der Absicht, „die Jugend in den Wissenschaften zu unterrichten und zu Frömmigkeit und guten Sitten zu erziehen“. Dafür wurde später noch „Schaufs Erbe mit Haus, Baumgarten und Kamp“ hinzugekauft.
Der Unterricht fand im Haus des Vikars statt, der erste war Petrus Olligs von 1703-1706. Nach Einsturz seines Hauses „aus Alterthum“ im Jahr 1777 wurde 1825 nach langen Jahren der Improvisation auf der Schulstraße (heute August-Münker-Straße 10 und 12) ein neues Vikariehaus mit daneben liegender Schule gebaut. Sie bestand aus nur  einem Raum für alle Schüler einschließlich der Barrensteiner Kinder, die 1835 eine eigene Schule erhielten.
1829 wurde den bürgerlichen Gemeinden die Bestellung eines „weltlichen“ Lehrers übertragen. In der sich daraus entwickelnden Kontroverse lag die Lösung u.a. darin, dass die Kirche die Schule an die Gemeinde abtrat, die ihr dafür 1845 ein neues Pfarrhaus am Matthäusplatz baute.
Um 1900 waren die Platzverhältnisse so beengt, dass teilweise sechs Kinder in einer Bank sitzen mussten. Bei der Versorgung des Dorfs mit Elektrizität wurde 1912 auch die Schule mit angeschlossen. 1926 wurden drei Klassen mit 80 Schülern in zwei überfüllten Räumen unterrichtet. Deshalb mietete man im anschließenden Haus der Familie Brings einen Klassenraum und eine Lehrerwohnung an. 1932 wurde am Allrather Platz eine neue Schule mit vier Klassenräumen gebaut.
15.08.2013 RE

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