Pipeline und Stromtrasse: Allrather fürchten Belastung

(NGZ) „Sauberer“ Strom für NRW soll in einigen Jahren verstärkt aus Offshore-Windparks in der Nordsee kommen. Das erfordert ein gewaltiges Infrastruktur-Projekt: Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion will dicke Erdkabel durch halb Deutschland zu vier Netzverknüpfungspunkten in NRW legen. Einer dieser Punkte liegt bei Rommerskirchen, nicht weit von Allrath entfernt.

Der Stadtteil könnte neben der Rheinwasser-Transportleitung folglich von einem weiteren Großprojekt betroffen sein, das die Einrichtung eines 67 Meter breiten Baustreifens inklusive Baustraße erfordert. Denn der Korridor für insgesamt sechs dicke Erdkabel könnte an dem 1800-Einwohner-Dorf vorbeiführen. Ob es tatsächlich dazu kommt, soll die Bezirksregierung Düsseldorf entscheiden – voraussichtlich Ende 2024/Anfang 2025.

Denkbar sind im Groben zwei Trassenverläufe von Norden nach Süden, einer führt durch Grevenbroich. Südlich von Langwaden gabelt sich der mögliche Korridor aber noch einmal in zwei weitere Varianten auf: eine führt direkt nach Rommerskirchen, eine andere an Barrenstein und Allrath vorbei. Letzterer Verlauf käme dem der genehmigten Trasse für die Rheinwasser-Pipeline zumindest bei Allrath nahe.

Auch im Dorf ist die Nachricht über die „Stromautobahn“, die da möglicherweise kommt, Gesprächsthema. Cathrin Hassels von „Allrath aktiv“ befürchtet, dass die „Leidensfähigkeit“ der Dorfbewohner überstrapaziert werden könnte. Denn mit der Vollrather Höhe, den Windrädern, einer Überland-Stromtrasse, der hupenden Kohlebahn und der künftigen Rheinwasser-Transportleitung sind die Allrather bereits „gut bedient“. Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft fordert Transparenz und frühzeitige Infos von Amprion.

Cathrin Hassels ist wichtig, dass eine Doppelbelastung vermieden wird. Falls die „Stromautobahn“ kommt, sollten schon beim Bau der Rheinwasser-Pipeline Leerrohre mit im Boden verlegt werden, regt sie an: „Jetzt gibt es die Chance, das mit einzuplanen.“

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(siehe Karte)

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Defibrillator am
FASA (Haupteingang),
Allrather Platz 12

Defibrillator an der
Grillhütte, Bongarder Str.
(Kirmesplatz)